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Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt

Bildungsziel und Bayerische Verfassung

Die Aufnahme dieses Bildungsziels in den Katalog der obersten Bildungsziele Bayerns lässt sich aus den Erfahrungen der Geschichte erschließen. Angesichts der Katastrophen des  20.  Jahrhunderts, die u. a. aus  einem  fatalen, übersteigerten nationalstaatlichen Gedankengut entsprangen, muss die Völkerverständigung eine der obersten Zielsetzungen bleiben. Betrachtet man die aktuelle Entwicklung, z. B. hinsichtlich europäischer Einigungsprozesse in aktuellen politischen Fragen, in der die einzelnen europäischen Staaten vor der Herausforderung stehen, sich als ein geeintes Europa zu beweisen, zeigt sich die Aktualität von Völkerverständigung.
Die Verständigung aller Nationen ist von hoher Notwendigkeit, soll eine menschenwürdige Gegenwart und Zukunft gesichert werden. Kriegerische Auseinandersetzungen in weiten Teilen der Welt, Terrorismus und Krisen zeigen, wie fragil der Frieden offensichtlich ist, den wir insbesondere in Deutschland seit nunmehr  gut 70 Jahren erfahren. Deshalb  dürfen  auch  weiterhin  nationale Interessensunterschiede und wirtschaftliche Gegensätze nicht zu militärischen Auseinandersetzungen führen. Vielmehr muss die Sicherung des Friedens das Bestreben aller sein. Dabei meint Frieden im Sinne der Verfassung einen Frie-den in Freiheit und Würde unter Beachtung der Menschenrechte. Nur ein so verstandener  Frieden  kann  zur Versöhnung der Völker führen. Freiheit und Menschenwürde stellen dabei die „obersten Rechtsgüter der Gemeinschaft“ dar, die es zu schützen und zu verteidigen gilt. (Oberste Bildungsziele, S. 41)

Erklärung und Kompetenzen

Es ist daher eine wesentliche Aufgabe der Schule, die Heranwachsenden für die  Notwendigkeit  und  die  Bedingungen  eines  friedvollen  Zusammenlebens und Zusammenwirkens der Nationen zu sensibilisieren. In diesem Prozess spielen Werte wie Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz eine herausragende Rolle. Interkulturelle Erziehung fördert dabei den Erwerb elementarer Kenntnisse über andere Kulturen und Religionen sowie soziales Lernen. Sie trägt dazu bei, einen anderen Menschen in seiner Eigenart zu akzeptieren und auf ihn zuzugehen. (Ebenda, S. 42)