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Internationaler Tag gegen Hetze

Der Internationale Tag zur Bekämpfung von Hetze findet jedes Jahr am 18. Juni statt. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam zu machen. Gleichzeitig soll der Tag Maßnahmen unterstützen, die Hassrede eindämmen und Toleranz sowie gegenseitigen Respekt fördern.

Hetze richtet sich – insbesondere in sozialen Netzwerken, aber auch im Alltag, in den Medien und in politischen Debatten – häufig gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Überzeugungen. Sie verstärkt Diskriminierung, vertieft gesellschaftliche Spaltungen und kann im Extremfall Gewalt begünstigen sowie Demokratie und Frieden gefährden. Sie steht im Widerspruch zum Prinzip der Menschenwürde und zu den grundlegenden Werten einer demokratischen Gesellschaft.

Der Aktionstag verfolgt das Ziel, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Sprache Wirklichkeit formt. Worte können verletzen, ausgrenzen und entmenschlichen – sie können aber ebenso respektvoll, solidarisch und verbindend wirken. Deshalb betonen internationale Organisationen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen die Bedeutung einer verantwortungsvollen, wertschätzenden und konstruktiven Kommunikation.

Für die Politische Bildung bietet dieser Tag einen wichtigen Anlass, über demokratische Werte, Meinungsfreiheit und deren Grenzen zu diskutieren. Lernende können sich mit Fragen auseinandersetzen wie: 

  • Wo endet freie Meinungsäußerung und wo beginnt Hassrede?
  • Welche Auswirkungen hat Hetze auf Betroffene und die Gesellschaft?
  • Wie kann jede und jeder Einzelne zu einem respektvollen Umgang beitragen?
  • Wie lässt sich gegenüber demokratiefeindlichen Aussagen klar Position beziehen und zugleich das demokratische Fundament unserer Gesellschaft stärken?
  • Wie kann Vorurteilen und Stereotypen – im analogen wie im digitalen Raum – wirksam begegnet werden?

Die nachfolgenden Materialien und Angebote geben Hilfestellung bei und Anregungen für die Praxis.

Impulsbeispiele zur Verfassungsviertelstunde

Die folgenden Impulsbeispiele wurden im Arbeitskreis „Politische Bildung“ und Arbeitskreis „Wertebildung“ erarbeitet.

Giraffensprache

ab Klasse 1

Material: PDF

 

Giraffensprache

ab Klasse 4 

Material: PDF

Wolfssprache

ab Klasse 1

Material: PDF

Meinungsfreiheit

ab Klasse 2

Material: PDF/PPT

Mach jemandem ein Kompliment

ab Klasse 2

Material: PDF

(Sch)Impfwörter

ab Klasse 2

Material: PDF

Mit Achtsamkeit einander verstehen

ab Klasse 4

Material: PDF

Wegschauen oder sich einsetzen

ab Klasse 5

Material: PDF/PPT

Was bedeutet „Menschenwürde“?

ab Klasse 5

Material: PDF/PPT

Vernetzt und verletzt

ab Klasse 8

Material: PDF

Meinungsfreiheit und ihre Grenzen

ab Klasse 8

Material: PDF/PPT

Respektvolle Sprache

ab Klasse 8

Material: PDF/PPT

Menschenwürde im Sport

ab Klasse 8

Material: PDF/PPT

Hate Speech

ab Klasse 11

Material: PDF/PPT

Demokratie braucht Haltung

ab Klasse 11

Material: PDF/PPT

Angebote für Schulen

Um Hass und Hetze in Sozialen Medien im pädagogischen Alltag zu begegnen und die damit verbundenen komplexen Problemstellungen aufzugreifen, stellt der Medienführerschein Bayern ein übersichtliches Themenspecial mit eigenen Materialien sowie externen Angeboten zur Verfügung. Beratungsangebote, an die sich betroffene Jugendliche direkt wenden können, ergänzen das Portfolio.

Klasse 3/4 Grenzenlose Kommunikation

Die Unterrichtseinheit „Grenzenlose Kommunikation – Gefahren im Netz erkennen und vermeiden“ des Medienführerscheins Bayern sensibilisiert Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Online-Kommunikation. Anhand von Beispielen aus ihrem Alltag lernen Kinder Chancen und Risiken von E-Mails, Messengern oder sozialen Netzwerken kennen und entwickeln Regeln zum Schutz persönlicher Daten. Die kostenlos verfügbaren Materialien ermöglichen eine praxisnahe Unterrichtsgestaltung – inklusive Präsentationen, Arbeitsblättern und eines Filmclips als Einstieg.

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Klasse 5-7 Ich im Netz II

Die Unterrichtseinheit „Ich im Netz II – Verletzendes Online-Handeln erkennen und vermeiden“ des Medienführerscheins Bayern richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe. Sie sensibilisiert Jugendliche dafür, wie beleidigende, ausgrenzende oder bloßstellende Kommunikation in Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken entsteht und welche Folgen sie haben kann. Mit praxisnahen Materialien, Arbeitsblättern und einem Filmclip als Einstieg lernen die Schülerinnen und Schüler, respektvoll online zu kommunizieren und Cybermobbing aktiv entgegenzuwirken.

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Berufliche Schulen Mein Profil im Netz

Die Unterrichtseinheit „Mein Profil im Netz – Social-Media-Angebote beim Einstieg in das Berufsleben reflektieren und sicher nutzen“ des Medienführerscheins Bayern richtet sich an Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen. Sie zeigt, wie Online-Profile, Posts und Kommentare die eigene berufliche Wirkung beeinflussen können, und vermittelt Regeln für einen verantwortungsvollen Auftritt in sozialen Netzwerken. Praxisnahe Materialien, ein Filmclip sowie digitale Übungen unterstützen die Reflexion der eigenen Online-Selbstdarstellung und thematisieren Aspekte wie Selbstdatenschutz, Cybermobbing und angemessene Kommunikation im beruflichen Kontext.

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Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) stellt auf ihrer Website verschiedene Materialien und Informationsangebote zum Thema Hate Speech und Hass im Netz bereit. Diese richten sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie an alle, die sich mit digitaler Kommunikation und respektvollem Verhalten im Internet auseinandersetzen möchten.

Best-Practice-Leitfaden „Was tun bei Hass im Netz?“

Die BLM bietet den Best-Practice-Leitfaden „Was tun bei Hass im Netz?“ an. Der Leitfaden zeigt anhand realer Beispiele, wie digitale Hasskommentare aussehen können und welche konkreten Schritte Betroffene oder Unterstützende dagegen unternehmen können. Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, sich aktiv gegen digitale Hasskriminalität zu wehren.

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Themenseite „Hass im Netz und Fake News“

Weitere Informationen, Hintergrundmaterialien und Hinweise zu Initiativen gegen Hass im Internet bündelt die BLM außerdem auf einer Themenseite zu „Hass im Netz und Fake News“. Dort finden sich zusätzliche Ratgeber, Materialien und weiterführende Links.

> zur Themenseite (Link)

Unterrichtsmaterial „Hass im Netz“

Die Unterrichtseinheit „Hass im Netz“ der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) unterstützt Lehrkräfte dabei, das Thema Hate Speech und Cybermobbing im Unterricht zu behandeln. Anhand eines Videoclips, einer Präsentation sowie ergänzender Hintergrundinformationen setzen sich Schülerinnen und Schüler mit den Auswirkungen digitaler Hassrede auseinander und lernen, welche rechtlichen Grenzen und Handlungsmöglichkeiten es gibt. Das Material verbindet eine persönliche Betroffenenperspektive mit juristischen Einordnungen und regt zur Diskussion über respektvolle Kommunikation im Internet an.

Inhalte des Materials:

  • Was ist Hate Speech und Cybermobbing?
  • Welche Auswirkungen hat Hass im Netz auf Betroffene?
  • Wann wird Hate Speech strafbar?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten haben Betroffene und Beobachtende?

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Weitere Angebote und Materialien im Netz

Die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ des Bayerischen Staatsministeriums für Justiz und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) setzt sich gegen Hass und Hetze sowie für Meinungsfreiheit und einen respektvollen Umgang im Netz ein. Sie richtet sich an öffentlich-rechtliche sowie private Medienhäuser. Die Initiative gibt auch Informationen darüber, wie und wo rechtswidrige Kommentare oder Nachrichten im Internet gemeldet werden können. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Die Themenseite „Hate Speech“ von klicksafe informiert über Hassrede im Netz, ihre Formen und die Grenzen der Meinungsfreiheit. Jugendliche sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten praxisnahe Tipps, wie sie Hate Speech erkennen, darauf reagieren und Betroffene unterstützen können. Ergänzend gibt es Materialien, Hinweise zu Meldestellen und weiterführende Informationen, um aktiv gegen Hass im Internet vorzugehen.

> zur Themenseite (Link)

Das klicksafe-Handbuch „Ethik macht klick – Meinungsbildung in der digitalen Welt“ unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Jugendliche für Desinformation, Fake News und Verschwörungserzählungen zu sensibilisieren. Mit Hintergrundwissen und praxisnahen Unterrichtseinheiten lernen Schülerinnen und Schüler, Informationen kritisch zu prüfen, Fakten von Meinungen zu unterscheiden und sich verantwortungsvoll in digitalen Diskussionen zu positionieren.

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Das kostenlose Unterrichtsmaterial „Hass im Netz kontern“ von Saferinternet.at richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 9 Jahren und bietet altersgerechte Hintergrundinformationen und praktische Übungen dazu, wie man Hasskommentare und hasserfüllte Online-Posts nicht nur erkennt, sondern ihnen aktiv und reflektiert entgegentreten kann. Die Arbeitsblätter und Beispiele zeigen, wann und wie Reagieren sinnvoll ist, wie man passende Gegenstrategien findet und was man beachten sollte, wenn man anderen online zur Seite stehen oder problematische Beiträge melden möchte.

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Das Unterrichtsmodul „Hate Speech“ aus der Reihe Hass in der Demokratie begegnen von medien‑in‑die‑schule.de vermittelt Schülerinnen und Schülern, was Hate Speech ist, wie verletzend hasserfüllte Sprache im Netz wirken kann und wie man ihr mit reflektierten Reaktionen und demokratischen Handlungsstrategien begegnet. Es kombiniert Hintergrundwissen, Praxisbeispiele und Diskussionsimpulse, um Jugendliche zu sensibilisieren und sie zu stärken, verantwortlich für ein respektvolles Miteinander im digitalen Raum einzutreten.

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Stand: 22.4.2026